Gemeinde Glatten

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Bericht aus der Sitzung des Gemeinderats

Bericht aus der Sitzung des Gemeinderates vom 25. Juli 2017
Der Ehrenbürger der Gemeinde, Herr Ulrich Rath, hat die Bürgerfragestunde dazu genutzt  sich beim Gemeinderat und insbesondere Herrn Bürgermeister Pfeifer für die tolle Organisation der 1250 Jahr Feuer zu bedanken. Man könne hier nur seine Anerkennung, Dank und Respekt zum Ausdruck bringen.
 Das Festprogramm hat umfassend zum Ausdruck gebracht, dass die Gemeinde Glatten seit der 1200 Jahr Feier nicht stehen geblieben ist, sondern sich in eine moderne Gemeinde entwickelt hat. Er nutzt diesen Anlass und möchte in der Dölle der Gemeinde eine Sitzbank spenden. Dies soll ein kleiner Beitrag seinerseits für die Gemeinde darstellen.
 
Älter werden in Glatten
Dieses Projekt wird schon viele Jahre bearbeitet und war schon des Öfteren Gegenstand von Beratungen im Gemeinderat. Die Bürgerschaft hat sich ebenfalls intensiv mit der Frage eines ansprechenden und innovativen Konzepts zum Wohnen im Alter befasst und viele Möglichkeiten,  von einem normalen Altersheim über bürgerschaftlich getragene Konzepte diskutiert und angesehen.
Die bisher vorgestellten Überlegungen und Modelle sind u.a. an den Fragen der rechtlichen Beteiligungsmöglichkeiten der Kommune gescheitert bzw. wurden nicht weiter untersucht. Das jetzt vorliegende Modell hat die größten Chancen auch von der Kommunalaufsicht abgesegnet zu werden.
Neben der Fa. Schmalz, die vertreten ist durch die Herren Wolfgang und Dr. Kurt Schmalz, den Geschäftsführer Herrn Andreas Beutel  und Herrn Marco Vogt, der durch die Präsentation führen wird, kann der Vorsitzende noch begrüßen:
Frau Carmen Maier, Frau Laiser, Herrn Pfr. Saier von der Diakoniestation
Herr Rolf Schneider vertritt die Stiftung Innovation und Pflege.  Diese Stiftung wurde 2004 gegründet und ist eine gemeinnützige GmbH die sich mit einer Pflegestruktur auseinandersetzt die in dieser Art und Weise von der Trägerstruktur der Kirche nicht geleistet werden kann. Die Stiftung hat heute 460 Mitarbeiter und in der Sozialstation 350. Sitz der Stiftung ist in  Sindelfingen.
 
Herr Uwe Schneider vertritt die Fa. IMBRO Imobilien . Projektentwicklung und Bauträger die sich darauf spezialisiert haben, Bauten zu errichten, die sich mit dem demographischen Wandel und der Ärzteversorgung im ländlichen Raum auseinandersetzen und individuelle Gestaltungslösungen anbieten. Hier arbeiten sie auch in anderen Projekten bereits eng mit der Stiftung Innovation und Pflege zusammen.
Zunächst stellt Herr Vogt den geplanten Standort an der Lombacher Straße vor auf den nach dem vorliegenden Konzept ein  oder zwei Gebäude je nach Gestaltungsmöglichkeiten geplant werden in den 15 Wohnungen im Betreuten Wohnen auf Ambulanter Schiene eingeplant werden.
Weiter soll eine Einrichtung mit bis zu 3 größeren Zimmern als betreutes Wohnen Plus zur Verfügung gestellt werden. Ferner ist eine Tagespflege angedacht mit 12 Tagespflegplätzen und bis zu 8 Eigentumswohnungen die eigengenutzt oder vermietet werden können.
Wie diese baulichen Gegebenheiten letztendlich genutzt und mit Leben erfüllt werden können wird von den einzelnen Anbietern dargelegt.
Die Diakoniestation wäre im Bereich Betreutes Wohnen tätig. Diese Einrichtung ist für ältere Menschen, die noch keine ausgeprägte Hilfe oder erhöhten Pflegebedarf benötigen. Die Betreuungsform kann in Anspruch genommen werden, wenn Bedarf vorhanden ist um ein selbständiges Leben ermöglichen zu können.  Dabei wird ein Grundservice angeboten mit festen Sprechzeiten und bei Bedarf über die Tagespflege auch ausserhalb solcher Sprechzeiten. Es wird über die Tagespflege die Präsenz einer Pflegekraft gesichert.
Hilfsdienste können je nach Bedarf vermittelt oder organisiert werden. Zum Grundservice gehört auch der Hausnotruf.
Durch solche Wohnformen wird der Kontakt unter den Bewohnern gefördert und mit der Anbietung von wöchentlichen Aktivitäten und Besuchsdiensten wird der Altersvereinsamung entgegen gewirkt. Neben den Mietkosten der entsprechenden Wohnungen wird eine monatliche Servicepauschale erhoben. Wahlleistungen werden je nach Bedarf abgerechnet.
Da nicht alle Personen in dem Gebäude untergebracht werden können wird auch Wert auf die Tagespflege gelegt, die in das Projekt übernommen wird. Hier wohnen die Betroffenen Personen noch in den eigenen vier Wänden und werden an bestimmten Tagen in der Tagespflege betreut. Bei einer Kapazität von 12 Personen bräuchte man 36 Interessenten, da nicht jede Person an jedem Tag die Tagespflege in Anspruch nimmt. Der Vorteil der Tagespflege ist, dass Therapeutische Angebote gemacht werden und die für den Betroffenen eine gewisse Tagesstruktur im ambulanten Bereich gewährleisten.
Die Stiftung Innovation und Pflege bietet die Möglichkeit für Ambulant betreute Wohngemeinschaften (EMILIA – eigenständig miteinander leben im Alltag) Diese Wohnform ist für Menschen geeignet, die nicht in ein Pflegeheim wollen, aber auf Hilfe angewiesen sind.
Der Ansatz sind kleine Wohngemeinschaften in denen 3 Pflegebedürftige Menschen in bis zu 30 qm großen Einzelzimmern mit Bad untergebracht sind. Neben den Einzelzimmern gibt es noch Gemeinschaftsräume. Es wird großer Wert auf die Flächen gelegt und so weit als möglich eine Privatsphäre zu schaffen. Für 3 Personen wird eine Präsenzkraft zur Verfügung gestellt.
Bewohner und Angehörige haben ein großes Mitbestimmungsrecht in dieser WG. Sie entscheiden bei Neubelegung über den Mitbewohner. Ferner entscheiden sie über die Höhe des Haushaltsgeldes und auch über die Vergabe der Pflegeleistungen die jährlich neu vergeben werden. Solche Wohnplätze dürfen nicht teurer sein, als eine normale Heimunterbringung. Ziel einer solchen WG ist es, dass in familiärer Atmosphäre die Menschen zusammenwohnen können und man dabei unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden kann. Egal ob sich die Menschen körperlich oder dementiell verändern. Jeder kann von jedem lernen und profitieren.
Neben dieser WG wird noch betreutes Wohnen PLUS angeboten. Hier werden 4 Apartments mit rd. 40 qm   erstellt. In jedem Apartment wohnt eine betreuungsbedürftige Person das 4 Apartment wird von der Präsenzkraft bewohnt, die im Rahmen der Arbeitszeitrichtlinien die Menschen betreuen.
Mit ganz viel Sicherheit und viel Privatheit soll das wohnen in diesen Wohnungen gesichert werden. Betont wird, dass es durchaus auch denkbar ist, dass Sozialhilfeempfänger hier die Möglichkeit haben,  das Angebot zu nutzen.
Der Bau von Eigentumswohnungen rundet das ganze Angebot noch ab. Hierdurch entsteht ein generationsübergreifendes Modell, wobei die Anzahl der Wohnungen noch abhängig ist von der Gesamtgestaltung auch über Details wie Gründung einer Eigentümergemeinschaft und deren Befugnisse hat man sich noch keine Gedanken gemacht.
Herr Uwe Schneider hat den Part übernommen unter Berücksichtigung der vorgesehenen Module ein entsprechendes Bauwerk auf die Wege zu bringen. Der Bauträger ist gefordert von der Architektur her eine familiäre Atmosphäre in das Gebäude zu bringen.
In der Gesamtkonzeption ist vorgesehen, dass die Gemeinde das Grundstück an die Fa IMBRO Immobilien verkauft. Diese wird dann entsprechend der Planungen an die Umsetzung gehen. Dabei ist vorgesehen, dass mind. 70% der Eigentumswohnungen verkauft werden, bis mit dem Bau begonnen wird.
Herr Dr. Kurt Schmalz verweist in einer kurzen Stellungnahme darauf, dass die Fa. Schmalz etwas an die Gemeinde und ihre Bürger zurückgeben möchte, für das bis heute entgegengebrachte gute Miteinander. Er freut sich, dass mit den hier anwesenden Profis eine Lösung gefunden wurde, die innovativ, flexibel und ausbaubar ist. Er wünscht sich dass das Gremium dies ebenso sieht und es wäre schön, wenn sich die Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten hieran beteiligt.
Nach kurzer Diskussion beauftragt der Gemeinderat die Verwaltung gemeinsam mit den anwesenden Partnern das vorgestellte Konzept auszuarbeiten und zu konkretisieren.
Bebauungspläne
Über folgende Bebauungspläne hat der Gemeinderat jeweils einstimmig  beschlossen. Auf die Bekanntmachungen in einem der nachfolgenden Mitteilungsblätter wird verwiesen:

  1. Bebauungsplan Frühlingsstraße Gesamt 1. Änderung
  2. Bebauungsplan Sonnenhalde Ost 1. Änderung
  3. Bebauungsplan Bühlstraße Süd

Landessanierungsprogramm
Der Gemeinderat beschließt die Förderung des Umbaus für das Gebäude Wehrgasse 4 in Neuneck
Gebäude Frühlingsstraße 2
Im Gebäude Frühlingsstraße 2 wird die Heizung ausgetauscht. Der Auftrag wird an die Fa. Kläger in Freudenstadt vergeben.
Neufassung der Hauptsatzung
Die Hauptsatzung wurde neu beschlossen, auf die entsprechende Bekanntmachung wird verwiesen.
Baugesuch Flst. 90/3
Dem Abbruch des Gebäudes auf Flst. 90/3 wird zugestimmt.
Annahme von Spenden
Folgende Spenden werden seitens des Gemeinderates angenommen:
Fritz Buckenberger, Groß Rosenburg                    150,00 €
Fa. RCO Weigand Glatten                                           100,00 €
Gebr. Fischer Freudenstadt                                      250,00 €
Fa. Weinläder                                                                  1.250,00 €
Fa. Wiedmaier                                                                 300,00 €
Fa. Schlaich                                                                       200,00 €
Die gespendete Sitzbank von Herrn Rath wird ebenfalls gleich abgenommen.